Exkursionen 2005-2010

Das Exkursionsprogramm der BBG in den Jahren 2005 bis 2010

Flechtenexkursion in Rüti b/Büren

In den Flechten leben PILZ und ALGE in einer LEBENSGEMEINSCHAFT (Symbiose) zusammen. Dies verleiht ihnen das besondere Aussehen und die Eigenschaften, um unter extremsten Lebensbedingungen zu bestehen. Die Welt der Flechten ist sehr formenreich und beim näheren Betrachten entdeckt man manche Schönheit der Natur. In unserem Siedlungsraum leben viele Flechten, meist halten wir sie für Moose oder beachten sie gar nicht.

Leitung: Erich Zimmermann

Treffpunkt: 10. Uhr, Bus-Haltestelle bei der Baumschule in Rüti b/Büren

Artenvielfalt am Jura-Südfuss
("Alle Haben Vergnügen-Exkursion")

In den Rebbergen zwischen Ligerz und La Neuveville ist die Pflanzenwelt so vielfältig, dass man auch ohne weit zu gehen eine grosse Palette an Pflanzenarten zu sehen kriegt. Diese Exkursion ist besonders für die Leute gedacht, welche nicht mehr zu lange Strecken und zu viele Höhenmeter bewältigen mögen und können. Auf einem gemütlichen Bummel erkunden wir die Pflanzenwelt am Jura-Südfuss und werden uns sowohl die “Unkräuter” in den Rebbergen, die Arten der Säume und Hecken wie auch die vielfältige Exotenwelt unserer einheimischen Gärten anschauen.

Leitung: Ernst Müller und Adrian Möhl

Treffpunkt: 10.10 Uhr, Bahnhof Ligerz

Biodiversität und Feuer: die Brandfläche von Leuk

Thomas Wohlgemuth hat die Waldbrandfläche oberhalb von Leuk in den letzten Jahren ganz genau untersucht und dazu spannende Resultate veröffentlicht. Auf einer Wanderung von Guttet aus geht es unter seiner Leitung quer durch die Waldbrandfläche bis hinunter zur Satellitenstation Brentjong. Wer sehr erschöpft ist, kann von hier aus den Bus nach Leuk nehmen. Je nach Zeit, gibt es eine Alternativroute von der Satellitenstation über Brentjong hinunter zur Abwasserreiningungsanlage Leuk. Auf einem malerischen Weglein geht es quer durch die Felsensteppe. Von der ARA, wo Thomas Wohlgemuth ein Experiment zum Thema Klimastress durchführt und bestimmt viel Spannendes zu erzählen hat, geht es dann zu Fuss rund 2 km zum Bahnhof Turtmann.

Leitung: Thomas Wohlgemuth

Treffpunkt: 10.15 Uhr, Postautohaltestelle Guttet 

Gemessene Artenvielfalt in der Märchligenau

Für das Biodiversitätsmonitoring Schweiz (BDM) wurden spezielle Aufnahmemethoden entwickelt, welche die Veränderungen in der Normallandschaft Schweiz abbilden sollen. Was bedeutet es, die Normallandschaft zu erfassen? Was ist die Normallandschaft der Schweiz? Wie erkenne ich frühzeitig Veränderungen bei den häufigen und mittelhäufigen Arten? Wie wichtig sind präzise Abgrenzung der Erhebungsflächen und Qualität der Aufnahmen?
Dunja Al Jabaji ist seit Beginn der BDM-Erhebungen als Feldmitarbeiterin für das Projekt unterwegs und hat auch bei der Ausbildung des Feldteams mitgewirkt.
Auf der Exkursion in die Märchligenau präsentiert sie die Aufnahme-Methoden für die beiden BDM-Indikatoren Z7: Artenvielfalt in Landschaften und Z9: Artenvielfalt in Lebensräumen und lädt die Teilnehmenden ein, selber die Methoden auszuprobieren.
In der anschliessenden Diskussion kann gemeinsam darüber nachgedacht werden, welche Aussagen mittels dieser Methoden möglich sind und wo deren Grenzen liegen.
Diese Exkursion findet gemeinsam mit der Schweizerischen Botanischen Gesellschaft statt.

Treffpunkt: 9.20 Uhr, Bushaltestelle Restaurant Hirschen, Allmendingen

Leitung: Dunja Al Jabaji und Christoph Käsermann

Artenvielfalt in den Alpen - Tiere und Pflanzen am Bella Lui

Im Jahr der Biodiversität darf natürlich eine Exkursion in den Alpenraum nicht fehlen. Ganz besonders artenreich sind die Walliser Kalkalpen. Auf einer Wanderung vom Bella Lui nach Cry d’Er erkunden wir sowohl die zoologische wie auch die botanische Artenvielfalt der Region. Neben botanischen Spezialitäten wie etwa der Niedrigen Alpenscharte (Saussurea alpina ssp. depressa) werden wir uns auch der Insektenwelt im Kalkschutt widmen. Die Wanderung vom Bella Lui über den Col de Pochet nach Cry d’Er ist zwar kurz, ist aber für Leute mit Höhenangst nicht geeignet (Steile Abgründe, Leiter). Neben der vielfältigen Natur werden wir hier oben mit einem Panorama beglückt, wie man es nur an wenigen Orten zu sehen kriegt.

Leitung: Beatrice Lüscher und Adrian Möhl

Treffpunkt: 10. Uhr, Bahnhof Montana

Artenvielfalt in der Stadt Bern

Wie viele Pflanzen wachsen auf dem Meret Oppeheim Brunnen? Was spriesst aus den Mauern in der Berner Altstadt? Und wo plant die Stadt Ansiedlungen von Pflanzen, die längst aus dem Stadtgebiet verschwunden sind? Sabine Tschäppeler (Fachstelle Natur und Ökologie der Stadtgärtnerei) wird auf diese und viele andere Fragen auf der Exkursion Artenvielfalt in der Stadt Antwort geben. Auf einem “vielfältigen” Bummel geht es vom Bahnhof durch die Stadt und hinunter an die Aare. Das Thema Vielfalt wird nicht nur auf der Artebene, sondern auch auf der Lebensraumebene betrachtet. Aus verschiedenen Perspektiven wird dabei immer der Wert einer Stadt für Pflanzen beleuchtet. Und wer den Tag mit einem Aareschwumm abrunden will, bringt am besten das Badezeug mit – schliesslich endet die Führung ja neben dem Marzili…

Leitung: Sabine Tschäppeler

Treffpunkt: 13. Uhr, Bahnhof Bern, vor der Heiliggeistkirche, Eingang (Seite Loeb)

Artenvielfalt in der Welt der Pilze im Gurnigelbad

Herbst ist Pilzsaison. Auf der Wanderung durch Tannen-Buchenwälder, Fichten- und Auenwälder können wir in die Vielfalt der Pilze eintauchen. Unter kundiger Leitung schärfen wir unsere Augen für unterschiedlichste Pilzstandorte und unterschiedlichste Pilzgruppen. Täublinge, Rüblinge, Kohlenbeeren, Baumschwämme sind unsere Zielobjekte. Lupe, Messer und Korb nicht vergessen.

Leitung: Beatrice Senn-Irlet

Treffpunkt: 9.03 Uhr, Bushaltestelle Gurnigelbad, Rüti bei Riggisberg

Naturpark Sihlwald: gestern – heute – morgen

Der Sihlwald ist der grösste zusammenhängende Laubmischwald des schweizerischen Mittellandes und gleichzeitig der erste Naturerlebnispark der Schweiz. Wir werden auf einer gemütlichen Wanderung (ca. 200 m Aufstieg und 400 m Abstieg) diesen Wald mit seiner reichen Geschichte kennenlernen: wie die Gletscher und das wilde Wasser die Landschaft formten, welche Pflanzen (und Tiere) diesen Lebensraum besiedeln, wie der Mensch mit diesem Wald umging und was er mit ihm in Zukunft vor hat. Diese Exkursion schaut über die Botanik hinaus und stellt im Feld Aspekte der Geomorphologie, Landschaftsentstehung, aber auch der Naturschutzpolitik und die Diskussion um die neuen Pärke in der Schweiz im Felde vor.

Leitung: Esther Hegglin und Nicolas Küffer

Treffpunkt: 10.30 Uhr Albis Passhöhe

Beispiel einer Stadtkartierung: Flore de la ville de Fribourg

Christian Purro kennt die Flora von Fribourg wie kein anderer. Im Rahmen einer Diplomarbeit und eines Buchprojektes hat er die Pflanzenarten der Stadt minutiös kartiert. Auf einem Rundgang der von der Geleiseflora im Güterbahnhof über den Lac de Pérolles und den Halophyten von Rames bis hin zur Auberge 4vents führt (wo im lauschigen Garten ein Kaffee genossen werden kann) wird die Stadtflora präsentiert. Hätten Sie gewusst, dass man mitten in Fribourg noch Schierling findet oder dass im Norden von Fribourg der Braune Storchenschnabel (Geranium phaeum) gedeiht? Unser Lokalexperte wird Ihnen die Flora von Fribourg mit all ihren Spezialitäten und Banalitäten vorstellen. Die Führung ist in Französisch (der Leiter versteht und spricht auch gut deutsch).

Leitung: Christian Purro

Treffpunkt: 9.30 Uhr, Bahnhof Fribourg, Ausgang Stadt (Blumenstand) 

Die Schwarzen Löcher im Berner Mittelland – Artenvielfalt zwischen Wengi und Messen

Die erste Exkursion zur Erschliessung der grossen Lücken in der Datenerhebung beim ZDSF bringt uns in die Region Wengi / Messen im Berner Mittelland. Es ist dies eine Region die von intensiver Landwirtschaft und Zersiedelung gekennzeichnet ist. Doch wie artenarm ist das Gebiet wirklich? Eine Entdeckungsreise in ein intensiv genutztes Gebiet kann allerhand Überraschungen an den Tag bringen. Je nach Anzahl Leiter wird in kleinen Gruppen gearbeitet, um möglichst ein breites Gebiet abzudecken. Das Gebiet ist flach und eignet sich deshalb auch für Leute, die nicht so gut zu Fuss sind. Beim gemeinsamen Nachbestimmen kommen auch diejenigen auf die Rechnung, welche sich beim Artenbestimmen noch nicht ganz so sicher sind.

Leitung: Andreas Gygax, ZDSF

Anreise: Bern ab: 8.52 Uhr, Wengi, Friedhof an: 9.18 Uhr

Das Schwarze Loch zu St. Urban oder
der GEO-Tag der Artenvielfalt

Seit längerem findet jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juni im deutschsprachigen Teil Europas der “Tag der Artenvielfalt” statt. An zahlreichen Orten werden innerhalb eines Tages in einem begrenzten Gebiet möglichst viele Pflanzen und Tiere aufgespürt und aufgelistet. Das Naturama Aargau lädt für dieses Jahr in das Rottal bei St. Urban ein und die BBG wird sich auch beteiligen. Alle, die Lust haben, die Pflanzenwelt eines “gewöhnlichen” Mittelland-Gebietes einmal bis auf die letzte noch irgendwie bestimmbare Pflanze kennenzulernen, ist eingeladen, an diesem Tag teilzunehmen. Dabei können auch Personen teilnehmen, welche die Arten nur wenig kennen, denn es bleibt genügend Zeit, immer wieder Pflanzen vorzustellen und zu erläutern. Wir werden keine grossen Strecken wandern, sondern gezielt verschiedene Lebensräume aufsuchen und unsere Artenliste möglichst lang werden lassen. Zu den besonderen Lebensräumen im Rottal gehören die Wässermatten, Lehmgruben, Karpfenteiche, verschiedene Weiher und Bachufer.

Leitung: Stefan Eggenberg

Treffpunkt: 9. Uhr, Murhof, St. Urban

Das Biosphärenreservat Entlebuch – Beispiel Salwideli

Das Entlebuch ist seit 2001 neben dem Schweizer Nationalpark das zweite UNESCO-Biosphärenreservat der Schweiz. Als Würdigung der Anstrengungen des Entlebuchs für eine nachhaltige Entwicklung verleiht das BAFU dem Gebiet im Jahr 2008 das erstmals verliehene Label “Regionaler Naturpark”. Mit Franz Portmann haben wir einen erstklassigen Kenner der Region als Leiter gewonnen. Auf einer einfachen Wanderung entlang von Hochmooren und über Weiden wird die einmalige Pflanzenwelt der Region vorgestellt. Dabei sind Orchideenwiesen wie auch seltene Arten genauso Thema wie der Konflikt zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Zum Abschluss des Tages kann im Gasthof Salwideli noch gemütlich Kaffee getrunken werden. Für die Sonderfahrt mit dem Bus wird ein kleines Entgelt eingezogen.

Leitung: Franz Portmann

Treffpunkt: 9.53 Uhr, Postautohaltestelle Südelhöchi 

Tiere und Pflanzen im Naturpark Gantrisch

Der Bund hat neun Kandidaturen von Naturparks in der ganzen Schweiz bestätigt – darunter auch den Naturpark Gantrisch. Im Herbst 2009 kann sich nun auch das Stimmvolk zum Projekt “Gantrisch” äussern. Grund genug, die diesjährige Exkursion Tiere & Pflanzen in das Gebiet des Gantrischseeli zu legen. Im August kreucht und fleucht es hier überall und die Pflanzenwelt trumpft mit regionalen Spezialitäten wie etwa dem Pyrenäen Löffelkraut (Cochlearia pyrenaica) oder dem Kopfigen Greisenkraut (Tephroseris capitata) auf. Eine abwechslungsreiche Wanderung bringt uns in das Gebiet des Morgetenpass – je nach Ablenkung und Ausdauer erreichen wir den Pass und geniessen die Aussicht.

Leitung: Beatrice Lüscher und Adrian Möhl

Treffpunkt: 9.18 Uhr, Bushaltestelle Gurnigel, Gantrischhütte

"AHV-Exkursion" ins Meienried

Diese Exkursion ist besonders einfach, weist sie doch kaum Höhenmeter und Anstrengung auf. Das “Meienried” zwischen Orpund und Büren ist eine botanische Hochburg, welche besonders wegen den Sommerglöckchen weit herum bekannt ist. Ende Sommer beglückt der Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe) die BesucherInnen mit seinen wunderbaren blauen Blüten. Auf einer Exkursion, welche sich besonders an diejenigen richtet, welchen die normalen Exkursionen etwas zu anstrengend sind, wird über die lokale Pflanzenwelt und die Naturschutzmassnahmen berichtet.

Leitung: Ernst Müller und Adrian Möhl

Treffpunkt: 9.36 Uhr, Bushaltestelle Orpund, Bürenstrasse

Mit Albrecht Haller über den Passwang

Wir starten die Wanderung bei der Postautohaltestelle am Nordausgang des Tunnels und ziehen von Westen her auf den zum Teil bewaldeten Kamm des Passwangs. Höhepunkt der Wanderung ist der Vogelberg, von dem aus die Alpen und, in der Nähe, Fragmente von Felsfluren und Magerweiden zu sehen sind. Wenn es das Wetter erlaubt, geht der Abstieg über die Wasserfallen nach Waldenburg (Möglichkeit einer Einkehr in der “Waldweid”).

Leitung: Thomas Brodtbeck

Treffpunkt: 10.30 Uhr, Postautohaltestelle Passwang 

Mit Albrecht Haller durch das Grosse Moos

Es gibt in der Schweiz nur wenige Landschaften, die seit Hallers Zeiten eine ähnlich grosse Wandlung durchgemacht haben, wie das grosse Moos. Auf einer Exkursion im Gebiet Müntschemier werden die Renaturierungsflächen besucht. Dabei kommen sowohl diejenigen, die am Wandel der Landschaft und der Vegetation interessiert sind, wie auch die, welche sich für botanische Leckerbissen – Hohes Veilchen (Viola elatior), Wasserfeder (Hottonia palustris), Kleefarn (Marsilea quadrifolia) – begeistern können, auf ihre Rechnung. Die Wanderung ist einfach. Es werden aber mit Vorteil gute Wanderschuhe oder sogar Gummistiefel mitgebracht.

Leitung: Daniel Moser

Treffpunkt: 8.35 Uhr, Müntschemier Bahnhof

Das Schwarze Loch zu Echallens

In der Gegend um Echallens, nördlich von Lausanne, wurden in der Vergangenheit kaum Daten gesammelt. Grund genug, um die Gegend etwas genauer unter die Lupe zu nehmen! Wir werden in möglichst kleinen Teams ausschwärmen, und während eines Tages eine möglichst vollständige Liste mit den genauen Fundangaben zusammen zu stellen. Dabei gibt es die Gelegenheit zu lernen, wie Fundmeldungen am besten dem ZDSF mitgeteilt werden, aber auch, wie man bei Unsicherheiten beim Pflanzenbestimmen vorgeht.

Leitung: Andreas Gygax und Adrian Möhl

Treffpunkt: 10.30 Uhr Bahnhof Echallens 

Das Schwarze Loch ob Grindelwald – Von der First zum Bachsee

Nördlich von Grindelwald befindet sich auf über 2000 m ü. M. ein schwarzes Loch, welches zurzeit 609 Pflanzenarten aufweist (Quadrat 644000 / 168000). Unser Weg führt uns von der Bergstation First durch ein reiches Mosaik von subalpinen und alpinen Matten wie Milchkrautweiden, Borstgrasrasen, sowie Blaugrashalden zum Bachsee. Hier findet sich ein Braunseggensumpf und Scheuchzers Wollgrassumpf, sowie Fragmente der Alpinen Windheide mit der Alpenazalee (Loiseleuria procumbens). Diese Exkursion ist auch für Anfänger geeignet.

Leitung: Marc Hämmerli, Beat Fischer

Treffpunkt: 10.20 Uhr, First Bergstation, beim Ausgang der Bergbahn

Tiere und Pflanzen am Feuerstein (Chasseral)

Der Chasseral, mit seiner aussergewöhnlichen Pflanzen- und Tierwelt und den prächtigen Aussicht hat die Naturforschenden schon seit alten Zeiten angezogen. So finden wir in Albrecht von Hallers Notizen auch Angaben, dass er mehr als einmal auf dem Juragipfel war. In der Reihe der Tier & Pflanzen-Exkursionen gehen wir ausgehend vom Hotel auf dem Chasseral auf Hallers Spuren und schauen uns die spezielle Gipfelvegetation an, mit allem, was darauf kreucht und fleucht und spriesst. Vom Gipfel geht es über Weiden und durch Wälder bis nach Prés d’Orvin. Dabei gibt es eine Höhendifferenz von ca. 150 m Aufstieg und 700 m Abstieg zu bewältigen.

Leitung: Beatrice Lüscher und Adrian Möhl

Treffpunkt: 10.30 Uhr, Busstation Chasseral Hotel

Wo Kühe Muttern futtern – Napf-Gebiet

Ganztägige Wanderung im Napfgebiet (im Rahmen der Haller-Exkursionen). Im Jahr 1739 ritt Albrecht Haller mit seinem Freund Niklaus Gatschet auf dessen emmentalische Alp Hinterarni. Er botanisierte am Wegrand, interessierte sich aber auch für landschaftliche und vor allem landwirtschaftliche Aspekte. Auf dieser Exkursion folgen wir seinem Beispiel und wildern auch etwas in den benachbarten Disziplinen der Botanik. Und sogar Ende August blüht uns noch was: neben dem “gebückten blauen Bruder des Gelben Enzians” (Haller) entdecken wir mit etwas Glück auch den raren Österreichischen Bärenklau, der Haller seinerzeit entgangen war.

Leitung: Anna Poncet

Treffpunkt: 9.30 Uhr Bahnhof Ramsei

 

Die bösen Pollen – Allergieverursachende Pflanzen

Pollen haben viele Gesichter. Bei den Pflanzen sind sie für die Übertragung des männlichen Erbgutes zuständig, für viele Insekten stellen sie eine wichtige Nahrungsquelle dar und beim Menschen können sie allergische Symptome hervorrufen. Etwa 15% der Bevölkerung leiden an Heuschnupfen. Welche Pflanzen sind dafür verantwortlich? Wann sind sie aktiv? Welche Rolle spielt die Klimaerwärmung für den Allergiker? All diese Fragen werden bei einem Rundgang im Botanischen Fragen besprochen.

Leitung: Beat Fischer

Treffpunkt: 14. Uhr im Botanischen Garten Bern, beim Palmenhaus

Zu Ehren von Prof. Brigitta Ammann
Pfynwald: Flora und rezente Vegetationsgeschichte

Längere (rund 3 h), aber nicht anstrengende Wanderung durch die Föhrenwälder des Pfynwaldes und den Rottensand zu den kleinen Seen in der Nähe der Ermitage. Mit Hilfe der Sedimente des Pfafforetsees kommen wir der Vegetationsgeschichte des Pfynwaldes während der letzten Jahrhunderte auf die Spur… Vorstellen der Diplomarbeit, die unter Prof. Brigitta Ammann im Gebiet Pfynwald durchgeführt wurde.

Leitung: Muriel Bendel

Treffpunkt: Zug Bern ab 8.06 Uhr (reservierter Wagen) oder Bahnhof Leuk 10. Uhr

Zu Ehren von Prof. Brigitta Ammann
Heidenweg auf der Petersinsel

Einfache Wanderung auf der Petersinsel mit Schwerpunkt Vegetationskunde und Flora der Falchmoore. Prof. Brigitta Ammann hat hier ihre Dissertation “Vegetationskundliche und pollenanalytische Untersuchungen auf dem Heidenweg im Bielersee” gemacht. Rezente und vergangene Vegetation der Petersinsel stehen deshalb im Zentrum dieser Exkursion.

Leitung: Stefan Eggenberg

Treffpunkt: Zug Bern ab: 8.06 Uhr (reservierter Wagen) oder 9.15 Uhr Erlach Schiffhaltestelle

Zu Ehren von Prof. Brigitta Ammann
"AHV-Exkursion" ins Lörmoos

Prof. Brigitta Ammann ist jetzt offiziell pensioniert. In der BBG hat es viele interessierte Leute, die keine grosse Wanderung mehr machen können. Diese Exkursion ist speziell für diese Gruppe gedacht. Das Lörmoos, direkt vor Bern, beherbergt eine grosse Anzahl von typischen Hochmoorpflanzen, welche sich vom gut begehbaren Holzsteg leicht beobachten lassen. Anpassung von Pflanzen an das schwierige Leben im Hochmoor sind ebenso Thema wie die Problematik von Nährstoffeintrag und das Schwinden von Hochmooren in der Schweiz.

Leitung: Adrian Möhl

Treffpunkt: 13.40 Uhr Postautohaltestelle Ausserortschwaben

Langgletschter

Ganztagesexkursion im Gebiet des Gletschervorfeldes des Langgletschers. Wanderung im nicht immer ganz einfach begehbaren Gelände. Die Quartärgeschichte lässt sich direkt in der Landschaft miterleben. Rezent- und Paläoökologie kommen sich in einem Gletschervorfeld sehr nahe, die Klimaverängerung ist erlebbar…Geographische, vegetationskundliche und floristische Erläuterung zu Gletschervorfeldern im Alpenraum.

Leitung: Thomas Mathis und Mary Leibundgut

Treffpunkt: Zug Bern ab 8.05 Uhr (reservierter Wagen) oder 10.15 Uhr Postauthaltestelle Fafleralp

Chaltenbrunnen

Diese botanische-zoologische Exkursion bringt uns ins Berner Oberland, genauer genommen in die Region zwischen Rosenlaui und Meiringen. Auf einer Ganztageswanderung in nicht immer ganz einfachen Gelände lernen wir die typische Vegetation und die Tierarten der Hochmoore kennen. Dabei interessieren wir uns einmal mehr besonders für die Interaktionen zwischen Pflanzen und Tieren. Zoologisch werden besonders die Libellen im Mittelpunkt stehen.

Leitung: Beatrice Lüscher und Adrian Möhl

Treffpunkt: Zug Bern ab 8.09 Uhr (reservierter Wagen) oder 10.25 Uhr Postauthaltestelle Kaltenbrunnen

Farnexkursion in den Sensegraben

Der Farnkenner Pierre Mingard wird uns durch die Farnwelten am Sensegraben führen. Die Erste Hälfte führt uns ins Gebiet Harriswald wo es den seltenen Entferntfiedrigen Wurmfarn (Dryopteris remota) zu bestaunen gibt. Am Nachmittag dann Exkursion im Gebiet Zirkelsgraben, wo an die 20 Farntaxon gefunden werden können, für die Schweiz eine grosse Ausnahme. Die Wege sind allgemein einfach, können aber etwas schlammig oder nass sein. Es empfehlen sich deshalb Gummistiefel mit gutem Profil oder sehr wasserdichte Wanderschuhe.

Leitung: Pierre Mingard (Exkursionsleitung französisch)

Treffpunkt: 9. Uhr Bahnhof Lanzenhäusern

Onnens bei Yverdon:
Halbtrockenrasen in der Chassagne

Die Chassagne liegt am Südufer des Neuenburgersees. Hier finden sich aussergewöhnliche Halbtrockenrasen auf einem flachgründigen Felsuntergrund, durchsetzt mit Gebüschen und Eichen. Die wärmeliebende Vegetation weist seltene submediterrane Pflanzen und auch eine reiche Insektenfauna auf. Einige Arten, die uns erwarten: Ohnsporn (Aceras anthropophorum), Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera), Walliser Kammschmiele (Koeleria vallesiana), Gemeines Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea), Flügel-Ginster (Genista sagittalis), Kamm-Wachtelweizen (Melampyrum cristatum) oder Trauben-Gamander (Teucrium botrys).

Leitung: Beat Fischer

Treffpunkt: 9.35 Uhr Bahnhof Onnens (VD)

Bois de Ferreyres bei La Sarraz (VD):
Trockenwiesen und -wälder

Das Bois de Ferreyres in der Nähe von La Sarraz ist ein botanisches Paradies sondergleichen. Alleine landschaftlich besticht der offene Flaumeichenwald im Frühling mit seinem reichblühenden Unterwuchs. An vielen Stellen können so genannte “garrides”, offene Vegetationstypen auf dem sehr flachgründigen Boden gefunden werden. Die Buchshecken welche die Trockenrasen umsäumen erinnern vielerorts an eine Parklandschaft, “un paysage buccolique” wie wir sie vielleicht noch allenfalls von Gemälden aus längst vergangenen Zeiten kennen. Auf dieser Exkursion werden wir viel Wissenswertes zum Wald von Ferreyres erfahren, wir werden zahlreiche Orchideenarten und viele für die Schweiz seltene oder stark geschützte Arten sehen und uns auch intensiv mit der Frage auseinandersetzen, wie eine solche prächtige Landschaft erhalten und geschützt werden kann. Arten, die wir erwarten: Hummel-Ragwurz (Ophrys holosericea), Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera), Kleine Orchis (Orchis morio), Faserschirm (Trinia glauca), Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), Weisse Brunelle (Prunella laciniata) und Trauben-Gamander (Teucrium botrys).

Leitung: Adrian Möhl

Treffpunkt: 10. Uhr, Bahnhof La Sarraz (VD)

Rottenschwil im Aargauer Reusstal:
Altwasser, Riedwiesen & Renaturierungen

Die Reussebene südlich von Bremgarten ist ein altes Schwemmland mit einer hohen Dichte an national bedeutenden Flachmooren (Riedwiesen), Auen und Amphibien-Laichstellen sowie einem Wasser- und Zugvogel-Reservat. Besonders reich sind in diesem Gebiet Pfeifengraswiesen ausgebildet. Die charakterisierende Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) wird am Exkursionsdatum schon mehr oder weniger verblüht sein. Diese Landschaft wartet aber mit vielen weiteren Kostbarkeiten auf wie Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae), Wasser-Schierling (Cicuta virosa), Dreikantige Flechtbinse (Schoenoplectus triqueter), Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus), Filzfrüchtige Segge (Carex tomentosa), Fleischfarbige Fingerwurz (Dactylorhiza incarnata), Natterzunge (Ophioglossum vulgatum), Sumpfgrille, Zierliche Moojungfer, Kammmolch, Ringelnatter, Kiebitz und Neuntöter. Die jahrzehntelangen Bemühungen zum Schutz der Reusstaler Biotope wie auch Erfahrungen und Strategien mit Pflege und Revitalisierungen werden thematisiert und an eindrücklichen Beispielen aufgezeigt.

Leitung: Josef Fischer, Stiftung Reusstal

Treffpunkt: 9.15 Uhr, Rottenschwil Post

Blauen im Laufental:
Trockenwiesen und -wälder und ihre Insekten

Am Südabhang des Blauen liegen grossflächige Magerweiden eingebettet in eine alte Kulturlandschaft. Wir besuchen die Blauen- und Dittingerweide um möglichst verschiedene landschaftliche Aspekte und die herausragenden Lebensräume kennen zu lernen. Neben der artenreichen Flora – alleine auf der Dittingerweide kommen an die 500 Gefässpflanzenarten vor! – werden uns sicher einige botanische Kostbarkeiten begegnen. Daneben wollen wir auch ein Auge auf die vorkommenden Tiere, insbesondere die reiche Tagfalterfauna werfen. Im Sommeraspekt hoffen wir neben Sonnenröschen, Skabiosen und Wundklee auch botanische Kostbarkeiten wie die beiden Enziangewächse Bitterling (Blackstonia perfoliata) und Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) und verschiedene Orchideen (Anacamptis, Cephalanthera spec. usw.) blühend anzutreffen.

Leitung: Matthias Plattner, Hintermann & Weber AG, 
Treffpunkt: 9.20 Uhr, Bahnhof Laufen

Stübleni-Betelberg, Lenk:
Pflanzen & Tiere im alpinen Lebensraum

Die Dolinenlandschaft “Stübleni” auf dem Betelberg ist alleine eine Reise wert. Bei der diesjährigen Tier-Pflanzenexkursion stehen weniger die grossen (botanischen) Seltenheiten im Zentrum unserer Aufmerksamkeit, sondern vielmehr die unglaubliche Vielfalt die uns die Nordalpen bieten. Einmal mehr stehen Tiere und Pflanzen gemeinsam “auf der Bühne” und wir wollen uns besonders auch Themen der zoologisch-botanischen Interaktion wie “Bestäubung” oder “Fressen und Gefressenwerden” widmen. Beatrice Lüscher wird uns spannende Geschichten aus dem Reich der Wirbellosen und der Amphibien erzählen, Adrian Möhl wird Wissenswertes zum Pflanzenleben in den Alpen vermitteln.

Leitung: Adrian Möhl und Beatrice Lüscher

Treffpunkt: 10.05 Uhr, Talstation Betelbergbahn, Lenk

Bremgartenwald bei Bern:
Moose und Flechten

Jubiläumsexkursion zum 50. Geburtstag der Bryolich (Schweizer Vereinigung für Bryologie und Lichenologie)

Zauberwelt am Wegrand – Exkursion in die Welt der Flechten und Moose. Ziel der Exkursion ist es, interessierten Laien einen kleinen Einblick in die Welt der Moose und Flechten zu verschaffen. Dabei werden häufige und für die Region typische Arten vorgestellt, aber auch einige seltenere und geschützte Arten. Neben Erläuterungen zum Bau dieser Organismen wird auch auf ihre Ökologie, Gefährdung und Schutz sowie ihre Fortpflanzung eingegangen. Informationen zum Jubiläum der Bryolich und weiteren Moos- und Flechten-Exkursionen findet man unter http://www.bryolich.ch.

Leitung: Irène Roth und Heike Hofmann

Treffpunkt: 14. Uhr, Endstation Bus Nr. 12 Länggasse (bei Anreise mit ÖV) oder 14.15 Uhr Strässchen östlich vom Glasbrunnen (bei Anreise mit dem Auto)

Gsteig:
Pilzexkursion in den Allmi-Weisstannenwald

Die Rundwanderung führt an die Saane, durch den Allmiwald auf die Alp Topfel und zurück nach Gsteig. Im Allmiwald, ein feuchter Weisstannenwald mit zum Teil mächtigen Weisstannen und viel Totholzanteil, werden Sie die typischen Pilzarten kennenlernen. Zum Beispiel die Mykorrhiza-Pilze der Weisstanne: Schwarzgrüner Klumpfuss (Cortinarius atrovirens), Grauer Klumpfuss (Cortinarius caesiocanescens), Mehligriechender Klumpfuss (Cortinarius dionysae), Orange-Schneckling (Hygrophorus pudorinus), Hohlstieliger Täubling (Russula cavipes) und mit Glück den Tannen-Stachelbart (Hericium flagellum). Aber auch Elemente des subalpinen Fichtenwaldes, wie Habichtspilz (Sarcodon imbricatus), Doppelring-Möhrling (Catathelasma imperiale)und Zweifarbiger Scheidenstreifling (Amanita battarrae) können wir antreffen.

Leitung: Guido Bieri

Treffpunkt: 10.30 Uhr, Gsteig bei Gstaad, Post

Ab ins Wallis!
Chemin des Adonis

An den Halden zwischen Charrat und Saxon lösen Steppen, verbuschte Eichenwälder, Aprikosenplantagen und Rebberge einander mosaikartig ab. In dieser strukturreichen und eindrücklichen Landschaft gedeihen sowohl typische wie seltene Arten der Walliser Flora. Als Rarität entfaltet die grösste Walliser Population des Frühlings-Adonis (Adonis vernalis) seine leuchtend gelben Blüten. Weiter zu Bestaunen sind Besonderheiten von subkontinentalen Trockenrasen wie z.B. Samtener Spitzkiel (Oxytropis halleri ssp. velutina), Bergfenchel (Seseli annuum), Leinblättriger Bergflachs (Thesium linophyllon) oder auch typische Vertreter der Steppen wie Federgras (Stipa pennata), Berg-Küchenschelle (Pulsatilla montana) oder Blasenschötchen (Alyssoides utriculata).

Leitung: Beat Fischer

Treffpunkt: 10. Uhr, Bahnhof Charrat-Fully

Strecke: Wanderweg von Charrat nach Saxon

Ab ins Wallis!
Lötschbergsüdrampe

Die Lötschbergsüdrampe ist bekannt für seinen Reichtum an Steppen, Eichen- und Föhrenwäldchen und extensiven Weiden. Hier präsentiert sich die typische Steppenflora des Wallis in seiner besten Ausprägung.
Unsere Wanderung führt uns zum Weiler Lidu, wo zwischen den alten Häusern Besonderheiten wie z.B. Telephie (Telephium imperati), Andorn (Marrubium vulgare), Echte Katzenminze (Nepeta cataria), Färber-Krapp (Rubia tinctorum), Ruten-Knorpelsalat (Chondrilla juncea) oder Aufrechtes Glaskraut (Parietaria officinalis) gedeihen.
Weiter geht’s auf dem kleinen und relativ steilen Weg zum Talboden nach Niedergesteln. Entlang der sonnigen Halden wandern wir nach Raron, wo wir in Heidnischbiel besondere Arten wie etwa der sehr seltene Walliser Wermut (Artemisia vallesiaca) antreffen werden.

Leitung: Adrian Möhl

Treffpunkt: 9.45 Bahnhof Hohtenn

Strecke: Wanderweg von Hohtenn über Lidu nach Heidnischbiel bei Raron

Gasterntal – Gedenkexkursion Konrad Lauber

Viele typische Vertreter der nordalpinen Flora gedeihen im Gasterntal, dabei werden einige seltene Arten in Blüte anzutreffen sein wie z.B. Lappländisches Knabenkraut (Dactylorhiza lapponica), Blutrotes Knabenkraut (Dactylorhiza cruenta), Korallenwurz (Corallorhiza trifida), Grosses Zweiblatt (Listera ovata), Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Zierlicher Wimperfarn (Woodsia pulchella), Mont-Cenis-Stiefmütterchen (Viola cenisia), Scheiden-Kronwicke (Coronilla vaginalis), Alpenrebe (Clematis alpina)und evtl. Alpen-Akelei (Aquilegia alpina).

Leitung: Daniel M. Moser, Bern

Treffpunkt: 9.15 Uhr, Bahnhof Kandersteg

Strecke: Wanderung ins Gasterntal. Die Höhendifferenz beträgt rund 300 m, die Gesamtstrecke 10 km.

Ab ins Wallis!
Saas Grund – Saas Almagell

Der Höhenwanderweg auf rund 2400 m ü.M. weist nebst einer sehr vielfältigen Flora einen abwechslungsreichen geologischen Untergrund auf und ist auch landschaftlich sehr eindrücklich. Schwerpunktmässig begegnen wir zuerst alpinen Silikat-Schuttfluren (mit Hallers Greiskraut (Senecio halleri), Ausgeschnittener Glockenblume (Campanula excisa) und verblühten Himmelsherold (Eritrichium nanum)-Polstern), bunten Borstgrasweiden und Nacktriedrasen (mit Keltischem Baldrian (Valeriana celtica) und Schneeweissem Fingerkraut (Potentilla nivea)). Danach durchstreifen wir ein Bündnerschieferband mit Blaugrashalden (Edelweiss (Leontopodium alpinum) und Zwergorchis (Chamorchis alpina)). Schliesslich folgen Silikat-Trockenrasen (mit Nordischem Beifuss (Artemisia borealis)).

Leitung: Dr. Arnold Steiner, Naters

Treffpunkt: 10. Uhr, Saas Grund, Talstation der Luftseilbahn Trift

Strecke: Höhenweg von Kreuzboden/Trift (2’400 m) zur Almagelleralp (2’200 m) und hinunter nach Saas Almagell (1’680 m). Die reine Marschzeit beträgt rund 3.5 h. Der Abstieg von der Almagelleralp führt entweder direkt nach Almagell oder über den Erlebnisweg (mit einigen Hängebrücken und Metalltreppen) nach Furggstalden und von dort mit der Sesselbahn.

Ab ins Wallis!
Plaine Morte (Crans-Montana)

Die Exkursion beinhaltet den eindrücklichen Übergang vom ewigen Schnee in der nivalen Steinwüste bis zur alpinen und subalpinen Zone. Dabei werden wir besonderen Raritäten begegnen: Grossblütiger Steinbrech (Saxifraga biflora ssp. macropetala), Zwerg-Pippau (Crepis pygmaea), Kugelginster (Genista radiata), Gletscher-Hahnenfuss (Ranunculus glacialis), Breitblättriges Hornkraut (Cerastium latifolium) und Mont-Cenis-Stiefmütterchen (Viola cenisia).

Leitung: Thomas Mathis und Willy Müller

Treffpunkt: 10. Uhr Seilbahnstation Montana-Vermala; 

Strecke: Wanderung von der Plaine Morte zur Mittelstation. Der Abstieg zur Mittelstation von ca. 800 Höhenmeter ist einfach begehbar.

Ab ins Wallis!
Gemmi

Freitag:
Nach dem Deponieren des Gepäcks begeben wir uns in die Region des Lämmernbodens. Auf einer einfachen Wanderung (ca. 3 km, ohne grössere Höhendifferenzen) befassen wir uns mit der Flora und der Tierwelt auf der Gemmi. Mit etwas Glück sehen wir dabei den Herzblatt-Hahnenfuss (Ranunculus parnassiifolius) in Blüte. Gegen Abend Rückkehr zum Hotel und Abendessen.
Als besondere Attraktion veranstaltet Hanspeter Wymann einen Nachtfalter-Nachtfang für uns. Dabei lernen wir die Nachtfalter der Region Gemmi kennen.

Samstag:
Einfache Wanderung über Schwarenbach und Spittelmatte nach Sunnbühl. Unterwegs bleibt genügend Zeit um die Pflanzen und Insekten der Region kennen zu lernen. Gegen ca. 16.00 Ankunft Sunnbühl. Wer müde ist, kann mit der Seilbahn nach Kandersteg fahren. Wer mag kann aber den steilen Abstieg in das Gasterntal wagen und wird dabei mit Alpen-Akelei (Aquilegia alpina) und anderen Besonderheiten belohnt.

Leitung: Adrian Möhl und Beatrice Lüscher, Spezialgast: Hanspeter Wymann (Spezialist für die Schmetterlinge der Gemmi-Region)

Treffpunkt: 11.25 Uhr, Bahnhof Leukerbad