01. Dezember Peter Neuenschwander
In 30 Jahren entsteht wieder ein tropischer Regenwald
In Benin, Westafrika, sind nur 2% der Landesfläche mit Regenwäldern bedeckt, welche nach den Eiszeiten vom Kongo und von ‘Upper Guinea’, (Côte d’Ivoire etc.) her entstanden sind. Vor 30 Jahren kaufte ich 14 ha landwirtschaftliches oder bachliegendes Land, sowie zwei heilige Wälder. Mit Wissenschaftlern des IITA und der lokalen Universität bereicherte ich die entstehenden Wälder mit Pflanzen aus Benin und siedelte auch wieder die seltenen Rotbauch-Affen an. Heute ist dieser Wald zu einem Vorzeigewald geworden, ein Beispiel zur Renaturierung von Wäldern im UNESCO Welterbe ‘Ouémé Foodplain’. Er beherbergt 590 Pflanzenarten, davon über 250 eingeführte; 59 sind auf der Roten Liste, 12 davon kritisch bedroht (nach IUCN Kriterien), wie auch die zwei Gruppen von wilden Rotbauchaffen. Die verschiedenen Wälder dieses ‘Sanctuaire des Singes’ schützen auch andere Affenarten, Antilopen, Schleichkatzen, grosse Nager, und viele Vögel, Reptilien, und Insekten und ziehen wöchentlich Besucher aus aller Welt an. Der Umgang mit der lokalen Bevölkerung wird erleichtert durch meine Aufnahme in verschiedene Vodun-Kulte, bleibt aber herausfordernd.
12. Januar Christian Rixen
Wie grün ist Grönland wirklich? – Auf den Spuren historischer Botaniker in Ost-Grönland
19. Januar Meike Vogt
Plankton – die grüne Lunge des Ozeans
26. Januar Sabine Rumpf
Die Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen sind vom Weltall aus sichtbar
02. Februar Nora Rieder & Olivier Magnin
Es grünt wieder… wie sich die Ufer-Tamariske die Kander zurückerobert
Die Kander ist einer der wildesten Alpenflüsse und bietet im Gasterental zahlreichen Pflanzen und Tieren dynamische Lebensräume. Die Ufer-Tamariske (Myricaria germanica) ist auf solche natürlichen Auengebiete angewiesen und gedeiht prächtig auf den Kies- und Sandbänken im Oberlauf der Kander. Doch bereits ab Kandersteg ist die Dynamik des Flusses durch Verbauungen stark eingeschränkt und es findet sich kein Lebensraum mehr für die Tamariske. Oder doch?
Olivier und Nora verraten euch, wo man die Tamariske ausserhalb des Gasteretals doch noch antrifft und mit welchen Massnahmen der Kanton Bern die Art fördert. Eine gute Planung, wissenschaftliche Untersuchungen, gärtnerisches Können, Muskelkraft und vor allem viel Geduld sind dabei gefragt. Wir berichten von viel Unerwartetem, Misserfolgen und ersten Meilensteinen.