09. Dezember Felix Merklinger
Die Atacamawüste in Nordchile
Die Atacamawüste wird allgemein als der trockenste Ort der Erde betrachtet, von manchen Wissenschaftlern sogar analog zum Mars angesehen. Die extreme Trockenheit hat verschiedene Gründe – und doch haben sich weit über 500 verschiedene Pflanzenarten in der Atacama entwickelt, die Endemitenrate ist besonders hoch. Vielleicht ist es sogar die Trockenheit selbst, die für diese Diversifizierung der Arten verantwortlich ist? In diesem Vortrag möchte ich die Atacama vorstellen und anhand einiger Beispiele einen Einblick in die Evolution der Pflanzen dort geben, die auch das Thema meiner Doktorarbeit war.
16. Dezember Katja Rembold
Wüste Weltreise durch die Trockengebiete der Erde
Wüsten zeichnen sich besonders durch ihre Vegetationslosigkeit aus. Wenn man genau hinschaut, gibt es jedoch auch hier Pflanzen, die es schaffen diese Extremstandorte zu besiedeln. Auf einer gemeinsamen Reise durch die Wüsten und Trockengebiete der Erde sehen wir uns einige dieser Lebensräume und ihre botanischen Bewohner:innen etwas genauer an. So erhalten wir Einblicke in die faszinierenden Tricks der Pflanzen, die es Ihnen ermöglichen, hier überleben zu können.
13. Januar Ansgar Kahmen
Die Vegetation Australiens: Eine Geschichte von Gondwana, Feuer und Nährstoffmangel
Die Vegetation Australiens ist einzigartig und hat Botaniker seit Jahrhunderten fasziniert. In meinem Vortrag werde ich erklären, wie die vegetationsgeschichtlichen Einflüsse des Urkontinents Gondwana, die Feuerkultur der Aborigines und nährstoffarme Böden die Vegetation und pflanzlichen Lebensformen des roten Kontinents geprägt haben. Ich nehme Sie mit auf eine Reise in die Berge und Regenwälder in Victoria und Tasmanien, in das rote und wüstenhafte Zentrum bis hin zu den Savannen von Nordaustralien.
20. Januar Adrian Möhl
Pflanzenwunderwelt Namib: Die schöne Wüste
Riesige Dünen, tiefroter Sand und eine Pflanzenwelt, die ihres gleichen sucht – die Namib ist in vielerlei Hinsicht eine einzigartige Wüste, und wunderschön dazu. Was zeichnet die Pflanzenwelt dieser unwirtlichen Gegend aus, was ist das Geheimnis der Welwitschia mirabilis und welche Arten finden sich in den höchsten Dünen der Welt und im Diamantensperrgebiet? Solchen und ähnlichen Fragen gehen wir nach bei einem sommerlichen Streifzug im eisigen Winter.
27. Januar Mary Leibundgut
Gletschervorfelder: Pflanzen erobern Neuland
Wenn das Gletschereis schmilzt und neues Land frei gibt, siedeln sich schon sehr bald die ersten Pflanzen an. Es sind Pioniere, die sich mit raffinierten Strategien diesen neuen Lebensraum erobern und den Weg bereiten, damit sich im Verlauf der Zeit verschiedenste Pflanzengesellschaften entwickeln können. In Gletschervorfeldern können wir beobachten, wie aus dem Nichts in wenigen Jahrzehnten eine Vielfalt an neuen Lebensräumen entsteht. Was viele als leblose Steinwüste wahrnehmen, ist in Tat und Wahrheit ein Labor des Lebens.