Winter 2026/27

Inselwelten – Isolierte und bedrohte Paradiese

Die Vorträge der BBG finden immer im Winterhalbjahr statt. Sie sind öffentlich und können von allen Interessierten besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Treffpunkt

Im grossen Hörsaal des Instituts für Pflanzenwissenschaften (IPS) am Altenbergrain 21, 3013 Bern

Beginn

Jeweils 19.00 Uhr
Bitte pünktlich erscheinen, da die Türen des Instituts geschlossen werden!

Dauer

1 bis 1.5 h

Feuer im Paradies - die alpine Flora Tasmaniens im Klimawandel

Tasmanien ist eine Insel von gut 1.5x der Grösse der Schweiz, welche Australien südlich vorgelagert ist. Obwohl der höchste Punkt nur ungefähr auf der Höhe von Davos liegt, verfügt Tasmanien über ausgedehnte alpine Landschaften mit einer grossen Pflanzenvielfalt, von der ein Viertel endemisch ist. Der Vortrag nimmt Euch mit durch alpine Landschaften, exotische Pflanzengesellschaften, und zu den ältesten und den höchsten Blütenpflanzen der Welt.

Biodiversität von Inselfloren – Artenreichtum, Endemismus, Gefährdung

Inseln sind faszinierende Freilandlabore der Evolution. Ihre Isolation, Größe und Entstehungsgeschichte bestimmen, welche Pflanzen sie erreichen und wie sich dort neue Arten entwickeln. So entstehen einzigartige Floren mit einem hohen Anteil geographisch seltener, endemischer Arten und erstaunlichen Anpassungen wie Riesenwuchs oder dem Übergang von krautigen zu holzigen Wuchsformen. Doch gerade diese Einzigartigkeit macht Inselökosysteme besonders verletzlich: Lebensraumverlust, eingeschleppte Arten und der Klimawandel bedrohen ihre biologische Vielfalt. Der Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise durch die faszinierende Pflanzenwelt der Inseln unserer Erde.

Neukaledonien - Arche Noahs im Pazifik

Neukaledonien liegt im Pazifik etwa 1800 km östlich von Australien, nördlich des südlichen Wendekreises und umfasst mehrere Inseln. Die mit Abstand größte ist „Grande Terre“ mit etwa 16’000 km². Die beiden höchsten Gipfel erreichen eine Höhe von etwa 1’630 m. Geologisch ist Neukaledonien ein „Gondwanasplitter“, was auch durch die Pflanzenwelt belegt wird, die viele Elemente der alten Gondwanaflora aufweist. Insgesamt umfasst die Flora etwa 3’330 Arten mit einem Endemitenanteil von sehr hohen 80% und sogar mehreren endemischen Familien. 45 der 46 Gymnospermenarten sind endemisch, darunter der einzige Parasit unter den Nadelhölzern.

Die Mutter aller Inseln: Pflanzenwelt auf Teneriffa

Sie ist so vielfältig wie kaum eine andere und hat Endemiten ohne Ende. Bereits Alexander von Humboldt war tief beeindruckt von der grössten Insel der Kanaren. Ein Einblick in die Pflanzenwelt des Vulkans weit draussen im Atlantik.

Unter Kauri, Silberfarn & Pōhutukawa - die einzigartigen Inseln Neuseelands

Knapp zwei Jahre ist es her, als wir zwei zum ersten Mal Kauri, Silberfarn und Pōhutukawa in ihrem natürlichen Lebensraum bewundern durften. 80 Millionen Jahre lang war Neuseeland vom Rest der Welt isoliert und in dieser Zeit hat sich eine Flora entwickelt, die jede*n Botaniker*in ins Staunen versetzt. Wir freuen uns, die Einzigartigkeit von Aotearoa mit euch zu teilen – lasst euch entführen!

Perlen des Indischen Ozeans

Aufgereiht wie auf einer Perlenkette erstrecken sich zwischen Madagaskar und Indien verschiedenste Inselgruppen quer durch den Indischen Ozean. Mir ihren unterschiedlichen Ursprüngen, Grössen und Isolierungsgraden haben sich dort einzigartige Pflanzengesellschaften entwickelt. Bei einem gemeinsamen Inselhopping bekommen wir Einblicke in einige dieser tropischen Paradiese.

Insel der 7000 Nuraghen – Flora und Vegetation Nord-Sardiniens

Die Auslandexkursion des Botanischen Instituts der Uni Bern führte im Frühling 2025 zu einigen botanischen Hotspots des nördlichen Sardiniens. Nur selten hat man die Gelegenheit, auf so engem Raum so vielfältige Geologie anzutreffen und ihre Wirkung auf die Flora zu studieren. Vulkanitische Hügel finden sich neben Granit-geprägten Landschaften, Kalkgebirge erheben sich über sandige Schwemmebenen. Entsprechend vielfältig ist die Pflanzenwelt. Die Exkursionsgruppe hatte Glück: nach einem regenreichen Vorfrühling ist die Blütenpracht regelrecht explodiert und die Exkursionen führten durch ein grünbuntes Sardinien wie man es selten sieht.